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Das Fach Germanische Philologie an der Universität Oulu begreift sich als Teil der internationalen Germanistik. So verstanden folgt es der Entwicklung der sog. Inlandsgermanistik der deutschsprachigen Länder, versucht jedoch andererseits auch diese zu beeinflussen.
Unser Interesse als Philologen richtet sich auf die Beschreibung und Anwendung der deutschen Sprache, auf die Geschichte und die Entwicklungslinien in Kultur und Literatur. Diese Themenkomplexe werden in einer kontrastiven Perspektive behandelt, sodass der Ausgangspunkt jeweils von dem Lern- und Forschungsinteresse der finnischen Studenten geprägt ist. Dabei will das Studium der Germanischen Philologie die Kommunikativität der Studierenden entwicklen, indem es ihnen interkulturelle Einsichten vermittelt und, damit verbunden, die Möglichkeit diese Kulturkenntnisse unmittelbar anzuwenden.
Das Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaftlichkeit und Praxisorientierung ist dabei so gestaltet, dass wissenschaftliche qualifizierte Lehrer, Übersetzer und Kulturkenner und an Problemen der gesellschaftlichen Praxis geschulte Wissenschaftler in unserem Fach ausgebildet werden.
Die Germanistik beruht auf den Grundkomponenten praktischer Sprachfertigkeit und theoretischer Sprachkenntniss. Diese Grundvoraussetzungen wissenschaftlichen Arbeitens werden in den folgenden 5 Bereichen gelehrt: 1. Theoretische Sprachwissenschaft, 2. Angewandte Sprachwissenschaft, 3. Kulturstudien, 4. Literaturwissenschaft und 5. Internationale Wirtschaftskommunikation.
Auf der Ebene dieser 5 Felder haben sich folgende Schwerpunkte in Forschung und Lehre entwickelt:
Mit der Aufnahme von jährlich 14 Studenten im Hauptfach sind wir eine relativ kleine Fachgruppe, die es uns ermöglicht auch auf persönliche Bedingungen und Bedürfnisse der Studenten einzugehen. Ein intensiv genutztes innereuropäisches Studenten- und Dozentenaustauschsystem (Sokrates) sowie Studenten und Lehrer aus Belgien, der Schweiz, Polen und Österreich sorgen für eine internationale Atmosphäre.